Video mit der Spiegelreflexkamera und Rig

von

Die heutigen Spiegelrefexkameras (DSLR) können weit mehr als nur ein paar Fotos auf den Sensor brennen.
Fotos sind toll, aber manchmal muss das Bild auch laufen lernen. Da liegt es auf der Hand, dass man seine DSLR auch für Videos nutzt. 🙂 Natürlich geht das auch in mittlerweile sehr hoher Qualität mit Iphone und Co. Wer aber den „richtigen“ Filmlook haben möchte, wird da mit dem Smartphone schnell an seine Grenzen stoßen.
Hier spielt die DSLR klar ihre Vorteile durch den großen Bildsensor aus.
Die moderneren DSLRs können nicht nur in HD aufnehmen, sondern viele Modelle verfügen über ein 4k Auflösung. So verschwindet das Bienchen nicht im Pixelsumpf, sondern wird gestochen scharf auf dem Bildschirm dargestellt.
Wir filmen unsere Videostrecken auch mit DSLR Kameras. Und wir filmen viel…..  🙂
Wer aber schon mal mit einer DSLR gefilmt hat, wird schnell merken, dass es gar nicht so einfach ist, diese wirklich ruhig zu halten. Trotz entsprechender Bildstabilisatoren sind Verwackler vorprogrammiert.
Wir haben für unsere Videostrecken vor einiger Zeit ein sogenanntes Schulterrig angeschafft. Sicher ist das nichts, um es mal eben mit auf eine schöne Wanderung oder in den Flieger mit zu nehmen. Wer aber wie wir viele Videostrecken dreht, wird schnell merken, dass so ein Rig eine echte Hilfe in Sachen ruhiges Bild ist.
Schulterrig für DSLR
Eines vorweg: Nach einem dreistündigem Dreh mit dem Rig könnt ihr euch das Fitnessstudio sparen 🙂
Wir haben das Rig nun schon einige Male im Einsatz gehabt und möchten euch hier nun mal einen kleinen Review geben.
Schulterrigs gibt es wie Sand am Meer. In Preisregionen, dass einem der Atem weg bleibt oder so günstig, dass man meint da muss was fehlen. Wir haben uns im mittleren Preissegment umgeschaut und uns für ein Rig von Newer entschieden. Wichtig für uns war, dass es ein Schulterrig ist. Oft gibt es nur den Cage ohne Schulterstütze. Bei dem Newer Komplettpaket war alles dabei. Schulterstütze, Cage, Followfocus und Mattebox.
Geliefert wird alles als Modellbausatz in vielen Kartons.
Einzelteile eines Schulterrig
Nach dem Auspacken und Sortieren geht es ans Zusammenbauen. Die mitgelieferten Anleitungen dienen eigentlich mehr dazu, das Parkett beim Zusammenbau als Unterlage vor Kratzern zu schützen. 🙁 Modelbausatz Fast fertig montiertes Rig Rig Cage
Mit der Gesamtübersicht des fertigen Rigs auf irgendeiner Seite dieser Anleitungen gelingt es dann irgendwann das Werk zu vollenden….
Zu meinem Erstaunen sind weder Teile über geblieben, noch fehlte etwas.
Zur Verarbeitung: Newer scheint bei diesem Komplettpaket in verschiedene Regale zu greifen. Auffällig ist, dass bei einigen der Flügelschrauben der „Griff“ aus Aluminium, bei anderen aus Plastik ist.
Flügelschraube für Rig
Grundsätzlich macht das Rig einen stabilen Eindruck und wirkt recht verwindungssteif. Die Mattebox ist hierbei leider aus Kunststoff und nicht wie bei den hochwertigen Modellen aus Alu. Aber die kosten dann auch gleich so viel wie das ganze Rig von Newer. Vorteil bei einem Rig: man kann dank einer gewissen Normung zwischen den Herstellern wechseln und es passt alles zusammen. Ich denke die Mattebox wird sicher nochmal getauscht 😉

Followfocus
Der Followfocus arbeitet für ein „Plastikteil“ recht genau und ohne Spiel. Wenn man kein Cineobjektiv hat, hilft der beiliegende Zahnkranz, der mit einer Klemmschraube am Objektiv befestigt werden kann. Wir haben in der Praxis aber festgestellt, dass sich dieser Zahnkranz gelegentlich löst und dann der Focus ohne Funktion ist. Sehr ärgerlich, wenn es mitten in einer Szene passiert und man diese dann wiederholen muss 🙁
Schulterrig
Wir haben für das Rig zusätzlich von Walimex noch ein Gewicht von 2 x 1 kg bestellt. Dieses wird hinter der Schulterauflage auf die Basisrods geschoben und fixiert. So hat man zwar zusätzlich das schon nicht unerhebliche Gewicht des Rigs um noch 2 weitere Kilo erhöht, aber das gesamte Gewicht liegt damit nicht mehr nur auf den Händen, sondern wird etwas nach hinten tariert. 
Ein weiteres Zubehörteil ist der Gelenkarm für den Monitor. Auch dieser stammt aus dem Hause Walimex.
Das Rig bringt mit Kamera, Monitor und Anbauteilen rund 8 Kg auf die Waage. Das ist sicher nichts für zarte Menschen. Gott sei Dank ist mein „Kamerakind“ Timo hart im nehmen und nicht so zart besaitet 🙂
FotowalkKameramann Timo
Die Anschaffung hat sich in jedem Fall gelohnt, die Aufnahmen werden nach einer kurzen Übungszeit sehr viel ruhiger und auch die Flexibilität ist hervorragend.
Wir können jedem, der viel filmt, ein solches Rig empfehlen.

 


Hamburg kann auch Sonne…

von

Das ich als Fotograf aus Hannover gerne in Hamburg fotografiere, wisst ihr spätestens seit dem Shooting mit Steffi und Marian und ist kein Geheimnis mehr. Das liegt auf jeden Fall an den vielfältigen Location die in Hamburg zu finden sind und nicht am Wetter.
Aber an diesem Sonntag sollte es anders sein. 🙂 Hamburg bei schönem Wetter, habe ich lange nicht mehr erlebt.
Sicher lag das an meinem Pärchen Jana und Daniel. Die beiden haben schon am Morgen so eine positve Energie verstreut, dass da dem Wetter keine andere Wahl blieb 😉

Die beiden sind ein tolles Paar und gehen unglaublich Humorvoll miteinander um. Nach diesem tollen Shooting bin ich sehr gespannt auf die Hochzeit von den beiden 🙂


Pärchenshooting mit Steffi und Marian

von

Pärchenshooting in Hamburg

Es gibt Honks, Vollpfosten und als Steigerung, mich.  😉
Ich hatte mal wieder Lust auf ein freies Pärchenshooting. So fragte ich Steffi und Marian ob sie Lust auf ein paar Bilder hätten. Kurzerhand wurde ein Termin ausgemacht 🙂
Blöderweise ist das Wetter im Februar meist eh nicht so doll und es kam wie es kommen musste…. Es war Regen angesagt…. Blöd… Outdoor…. Keine gute Idee.
So kam ich auf die glorreiche Idee das Shooting in Hamburg zu machen. Nicht, dass es da nicht regnen würde aber ich hatte ein Location im Auge welche trocken sein würde.
Der alte Elbtunnel…. Das ich gerne in Hamburg fotografiere ist ja kein Geheimnis. Und so war das in meinen Augen der ultimative Plan 😉
Steffi und Marian habe ich einen Tag vorher angerufen und ihnen mitgeteilt, dass ich sie morgen früh abhole und wir kurz für die Fotos nach Hamburg fahren. Ruhe auf der anderen Seite am Telefon…. Dann kam ein „ja klar. Machen wir“.
Also die beiden morgens abgeholt und los ging es nach Hamburg. Wie zu erwarten war regnete es in Hamburg natürlich auch. Aber das sollte uns ja nicht stören. Mit der gesamten Ausrüstung in den Fahrstuhl und schwubs ging es runter in den Elbtunnel.
Die Tür vom Fahrstuhl ging auf und…. ich wäre am liebsten gleich wieder hoch gefahren.
Da fiel mir mein Fehler im System auf. Sonntagsmittag zur Prime Time im Elbtunnel.
Gefühlt 5000 andere Menschen spazierten da unten lang. Das wird nie was dachte ich so bei mir. Dennoch haben wir es versucht und es sind ein paar schöne Bilder raus gekommen.
Also, Logbucheintrag: Auf keinen Fall Sonntagsmittag noch mal auf so eine Idee kommen.   🙂


Mit Flo & Zeka bei Pelikan

von

Nein, wir haben keine Werksbesichtigung des Füller-Herstellers gemacht 🙂
Am letzten Wochenende hatte ich das Glück, bei strahlendem Sonnenschein ein paar Fotos mit Flo und Zeka machen zu können. Als Location habe ich das Pelikanviertel in Hannover ausgesucht. An diesem Standort hat die Firma Pelikan bis vor einigen Jahren noch Füller und Schreibwaren hergestellt. Mittlerweile ist das ganze Areal zu einem Wohn- und Geschäftsviertel umgestaltet worden. Zum Glück sind einige der alten Gebäude nicht der Abrissbirne zum Opfer gefallen. So gibt es dort eine tolle Mischung an historischen Gebäuden und moderner Architektur.
Die beiden Mädels standen das erste Mal für so ein Shooting vor der Kamera. Wieviel positive Energie und Spaß bei dem Shooting vorherrschte, spiegelt sich in den Bildern wieder. Aber seht selbst. 🙂
Modelle: Florence Winkelmann & Zehra Hasic


Und, wie ist es so vor der Kamera?

von

Habt Ihr Euch eigentlich schon mal gefragt, wie sich das Model oder die Person vor der Kamera so fühlt, wenn Ihr wie angestochen vor ihr hin und her springt und versucht die Fotos Eures Lebens zu machen?

Ich ertappe mich öfters, dass ich das einfach aus den Augen verliere. Mit der größten Anstrengung versuche ich das Bild, welches ich im Kopf habe auch genauso auf den Sensor der Kamera zu brennen. Ich ändere den Standpunkt, drehe wie verrückt an der Kamera rum, schaue auf das Display und murmel mir was in den Bart. Und das Model? Es steht da und denkt sich vielleicht: „Hätte er doch besser heute Morgen seine Tabletten genommen“.  🙂
Wenn man an diesem Punkt ist, ist es manchmal hilfreich die Rollen auch mal zu wechseln. Sozusagen „Back to the Roots“.
Stellt Euch selbst mal vor die Kamera und beobachtet mal, was der hinter der Kamera so macht und wie er mit Euch kommuniziert. Tut er das überhaupt?
Aus der Erfahrung kann ich Euch sagen, ein Pulitzer-Preis verdächtiges Foto kann nur entstehen, wenn das Model und der Fotograf das gleiche Ziel haben. Dazu sollte das Model schon wissen was für eine Idee Ihr im Kopf habt. Das Model einfach vor einen Holzstapel stellen und dann denken, sie weiß ja wie ich das haben möchte, wird meist nicht funktionieren.
Am Set und auch davor sollte eine umfangreiche Kommunikation stattfinden. Trefft Euch mit dem Model, besprecht die Ideen die Ihr habt, zeigt vielleicht Fotos, die dem nahe kommen, wie Ihr das Foto haben möchtet. Solche Fotobeispiele kann man im übrigen prima auf Pinterest finden. Legt Euch Pinnwände mit den Fotos an, die Ihr vielleicht mal „nachstellen“ möchtet.
Nur so hat das Model schon eine gewisse Vorstellung von dem später fertigen Bild.

Und dann am Set: Sprecht mit Eurem Model!
Nichts ist schlimmer, wenn das Model steht, Ihr macht ein Bild nach dem anderen, schaut auf das Display und gebt keine Rückmeldung. Sagt dem Model wohin es schauen soll, wie es den Kopf drehen soll, dass es 37 cm nach links gehen soll. Äh, links…..  Ich meinte das andere links 😉
Das ist häufig auch ein Problem. Das Model geht nach links. Aber eben nach ihrem links. Entweder denkt Ihr gleich um und gebt die Richtungsangaben aus der Sicht des Models oder Ihr führt sie durch zeigen mit der Hand. So lässt sich das Model auch oft viel feinfühliger „steuern“.
Und wenn Ihr das gerade geschossene Bild auf dem Display begutachtet, sagt ihm was Ihr seht. „Ja, das ist schon sehr gut. Den Kopf etwas mehr nach oben, dabei aber den Blick etwas nach unten richten“.
Nun weiß das Model, es hat nichts falsch gemacht. So arbeitet Ihr Euch langsam an das optimale Bild heran. Gerne dürft Ihr natürlich auch mal ein Foto auf dem Display zeigen 😉
Wenn Ihr ein Shooting macht, um mit Eurer Kameratechnik sicherer zu werden, dann solltet Ihr das dem Model auch im Vorfeld sagen. Grundsätzlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Solche Shootings zum üben können sehr viel Spaß machen. Spaß, das ist auch noch so ein Stichwort. Fotografieren sollte Spaß machen und zwar beiden. Gerne darf gelacht werden. Ihr seid nicht nur Fotograf sondern auch Alleinunterhalter. 🙂