Vero – Konkurenz zu Facebook und Instagram?

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Vero Profil

Vero feiert sich derzeit als neues Social Network ohne Algorithmus. Die Downloads der Vero App in den Stores schießen in die Höhe.
Es scheint so, als ob die Nutzer nun nicht mehr auf das setzen, was Facebook, Instagram und Co. ihnen vorsetzen. Oder doch?

Ich habe seit einigen Tagen nun auch einen Account bei Vero und habe mir die App und das Netzwerk einmal angeschaut.
Als Fotograf schaue ich natürlich immer mal wieder über den Tellerrand von Facebook und Instagram hinaus. Social Media kostet Zeit, und wenn man es richtig betreiben möchte, viel Zeit. Also nun noch ein Netz mehr bedienen? Noch mehr Zeit investieren? Bringt mir Vero wirklich etwas?

Mit etwas gemischten Gefühlen habe ich mir die App heruntergeladen und sie auf einem iPhone installiert. In den Kommentaren zu der App stand schon: „Viele Funktionen würden noch nicht richtig arbeiten; teilweise Server überlastet; langsam; hängt sich auf; ….“
Toll, beste Voraussetzungen um die wenige Zeit nun auch noch in eine schlecht laufende App zu stecken. Aber… Ich war sichtlich erstaunt, wie problemlos die Installation und die Einrichtung des Accounts von statten ging. Von den Problemen, die ich gelesen hatte, keine Spur. 
Nun bin ich also bei Vero. Wie geht es jetzt weiter?

Die sogenannte Timeline oder auch Feedstream genannt ist leer. Wo sind meine Freunde? Warum ist hier niemand?
Irgendwie fühle ich mich hier ganz schön einsam 😮
Nachdem ich mich mit der App etwas vertraut gemacht habe, finde ich dann doch ein paar bekannte Namen. Man kann sich mit ihnen verbinden oder ihnen folgen. Allerdings erschließt sich mir noch nicht so ganz, wo der Unterschied liegt.

Vero Stream

Mein Vero Stream

Jedenfalls wird mir, nachdem ich ein paar Leuten folge auch deren Stream angezeigt. Gut, dann ist der Stream schon mal nicht mehr leer 🙂

Nun versuche ich mich selber an den ersten Post. Was ich persönlich gut finde, man muss sich etwas, mit dem was man teilen möchte ausseinander setzen. Vero

Bei Vero werden die Posts in Kamera (das schließt den Bilderordner mit ein), Film, Buch, Link, Musik oder Ort unterteilt. Entsprechend wird das dann auch in unterschiedlichen Streams angezeigt. Mir gefällt das, da ich zwar niedliche Hunde- und Katzenvideos mag, aber dadurch manchmal gute und nützlich Informationen auf den anderen Plattformen untergehen.
Ich entscheide mich für Bild. Klar, was würden Fotografen auch sonst am meisten posten? 😉
Ich werde zu meiner Galerie geführt, wähle das oder die Fotos aus und kann im nächsten Schritt meine Bildinformationen, sowie die schon von Instagram bekannten Hashtags angeben. Noch, wenn gewünscht ein Ort dazu und schwubs, ist es veröffentlicht.
Ging ja einfach 🙂
Schon kurze Zeit später bekomme ich Likes von Menschen, die ich gar nicht kenne 🙂 Das wundert mich, aber ich freue mich. Warum gerade die mein Bild zu sehen bekommen haben? Ich weiß es nicht.
Mir gefällt auch, dass ich in Vero feiner unterscheiden kann, wer was von meinen Posts zu sehen bekommt. Man kann beim Veröffentlichen in vier Stufen unterscheiden. Freunde, enge Freunde, Bekannte und Follower. Ich weiß zwar noch nicht wofür ich das brauche, aber ich finde es gut 😉
Warum gerade derzeit ein solcher Hype um Vero gemacht wird, weiß ich zwar nicht, aber ich werde es weiter nutzen. Zumindest solange es kostenfrei bleibt. Vero hatte ursprünglich angekündigt, dass nach der ersten Million Nutzern der Dienst kostenpflichtig werden würde. Mittlerweile kann man aber auf der Seite von Vero nachlesen, dass es erstmal weiterhin kostenfrei bleibt… Erstmal…

Für mich ähnelt Vero stark Instagram. Ob Vero den beiden Platzhirschen Facebook und Instagram das Wasser wird reichen können, wird die Zeit zeigen. Sicher ist nur, dass Konkurrenz das Geschäft belebt.
Ach ja und noch was: Neu ist Vero nicht. Vero gibt es schon seit 2015, nur richtig bekannt wird es wohl jetzt erst. Wollen wir hoffen, dass es kostenfrei bleib, sonst sind die Tage für Vero sicher gezählt.
Ich werde meinen Account jedenfalls nicht löschen, sondern weiter in meinem Social Media Alltag mit einbeziehen 🙂


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